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Atomlaufzeiten: Eine „hitzige“ Diskussion kommt zum Abschluss
Unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel drängte, dass die Diskussion zum Abschluss kommen müsse und plötzlich ist sie da – die durchschnittliche Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke um 12 Jahre. Irgendetwas zwischen amüsiert und angewidert stieg regelmäßig in mir auf, als ich die Diskussion verfolgte. Es wirkte so inszeniert wie ein Theaterspiel auf mich. Die Bundeskanzlerin drängt auf ein Ergebnis und erhält es zu meiner Überraschung nach einer großen Diskussion in kürzester Zeit – und beweist damit „Führungsstärke“ (kommt nicht besonders häufig vor). Konzernchefs sprechen sich öffentlich gegen die Kanzlerin aus. RWE Chef J. Großmann drohte sogar mit der Abschaltung der Atomkraftwerke (als wäre ihm sein Konzerngewinn plötzlich völlig gleichgültig). Herr Röttgen positioniert sich als durchsetzungsstarker Minister. Das Ergebnis: 17 Atomkraftwerke dürfen durchschnittlich 12 Jahre länger laufen und erwirtschaften für die Energiekonzerne ca. 60 Milliarden Euro mehr Erlöse. Was bedeutet eigentlich „durchschnittlich“ 12 Jahre? Damit soll dem Volk doch offensichtlich ein Ergebnis „verkauft“ werden, denn es bedeutet nichts anderes, als dass einige der Atomkraftwerke noch einige Jahre länger laufen werden, als die 12 Jahre. Dabei wollte Frau Merkel mit ihrem neuen Regierungssprecher ihre Politik besser „vermitteln“ – oder versteht sie dieses Verkaufen von Ergebnissen als „vermitteln“? Wo es so viele Gewinner gibt, kann die Gesellschaft nur verloren haben, denn eines ist offensichtlich: Es wurde nicht alles gegeben, um die Alternativen so schnell wie möglich voran zu bringen.
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