Nicht die erste Wahl, nicht die zweite Wahl, sondern die Dritte Wahl!

Nun haben wir wieder einen Bundespräsidenten und der Wahlverlauf zeigt die Lage der Regierungskoalition. Alle geben sich selbstbewusst und fröhlich – das kann aber nur die oberflächlichen Kameras über die Geschehnisse hinwegtäuschen. Im dritten Wahlgang trat nämlich Frau Luc Jochimsen, die Kandidatin von „Die Linke“, nicht mehr an und danach erst kamen die notwendigen Stimmen für Herrn Wulff zustande. Jetzt kann man lange darüber diskutieren, aber mit dieser Stimmabgabe ist Christian Wulff zumindest ein überparteilicher Bundespräsident. Die Union sollte jedoch zu keinem Zeitpunkt mehr auf ähnliche Duldungspraxis schimpfen, denn ohne die Stimmabgabe von „Die Linke“ wäre die Union verloren gewesen. Interessant ist auch das Dogma aus der Partei „Die Linke“, dass sie den Aufklärer der „SED-Machenschaften“ Herrn Gauck nicht wählen wollte – die Parteiwurzeln wirken bis heute. Frau Merkel wird jetzt wissen, dass sie so weitermachen muss wie bisher, denn Mehrheiten bekommt sie nicht mehr zustande – da bleibt es ihr nur, die restliche Amtszeit wie das vergangene Jahr abzusitzen. Sie wird sich dabei über die deutsche Mentalität sehr freuen, denn in Griechenland hätte sie sich mit anderen BürgerInnen auseinanderzusetzen – es sei denn, ja, es sei denn, dass der neue Bundespräsident es anders macht, als sie es von ihm erwartet. Anstelle der feiernden Abnicker-Position könnte er als deutsches Staatsoberhaupt nun vom Parlament verlangen, dass etwas getan wird! Träume können wahr werden...
1.7.10 11:37
 
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